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Bericht vom 09.11.2009
Neurologic: Neurofunk für alle!

Neurologic: Neurofunk für alle!
Thamash hat sich mit den Gästen der letzten Neurologic Veranstaltung, Rregula und Dementia über Produktionen, Releases und den richtigen "Flow" unterhalten.  Neurlogic ist eine neue Partyreihe die den Neurofunk-Style in Dresden in Zukunft stärker featuren soll.

Die nächste Neurologic:
Was : Neurologic Session
Wer: : Miss Redflower
Wann : 05.12.09 23:00 Uhr
Wo : Triebwerk, Dresden

Durch ihre ersten Releases auf dem Label Shadybrain im Jahre 2006 lernen sich der in Wien lebende Demetia und der
Australier Rregula, Teil des Produktionsduos Bad Robot, nicht nur kennen sondern auch musikalisch lieben. Potentes
Ergebnis dieser bass-lastigen Ehe sind diverse Releases auf einigen der international renommiertesten Drum'n'Bass-
Labels wie DSCI4, Disturbed, Basswerk oder Citrus. Im Rahmen einiger Deutschland-Auftritte standen die beiden Rede
und Antwort zu ihren zahlreichen Kollaborationen und bevorzugten Produktionstechniken.



Wie managt ihr eure vielen Kollaborationen, die ja teilweise auch über große Distanzen stattfinden?
Rregula: Erstmal mit einer schnellen Internet-Verbindung und vor allem einer Menge AIM-Chats und RAR-Archiven.
(Lacht)
Dementia: Viele Kollaborationen laufen ja auch über Monate, sogar Jahre. Mit Leuten wie Rregula oder Misha ist es
mittlerweile ein eingespielter Ablauf. Mit Rregula läuft das meistens so: Er macht die Basslines und legt den Grundstock
für die Atmosphäre. Ich konzentriere mich auf die Drums und das Arrangment. Bei Misha ist es genau umgekehrt, da
schreib ich drauf los und lass den Track von Misha arrangieren. Mit der NME Click arbeite ich direkt im Studio und nehme
die Spuren dann mit nach Hause. Ich versuche in den ersten drei Tagen das Grundgerüst des Tracks fertig zustellen. Der
Vorteil ist, dass man nicht den "Flow" verliert und sich anschließend in Ruhe den Details widtmen kann. Dies nimmt
nebem dem Mixdown auch die längste Zeit in Anspruch, was 3 und mehr Tage dauern kann.

Woher kommt eure Affinität zur häufigen Zusammenarbeit mit andern Produzenten?
Dementia: In erster Linie arbeite ich mit Rregula und das war Schicksal. Ich war immer Fan von dem Bad Robot Sound
und habe gefragt, ob ich einen Remix machen kann. Der Remix wurde prompt von Trace gesignt und seitdem arbeiten
wir zusammen. Eine zeitlang habe ich mich oft im AIM aufgehalten und habe daher mit vielen Leuten geredet. Ich gebe
gerne talentierten Produzenten die Chance mit mir zu arbeiten und verschaffe ihnen auch so die Möglichkeit mehr
Aufmerksamkeit zu bekommen. Triage ist so ein Beispiel. Ich kannte die Jungs nur aus dem AIM. Sie haben mir ein Track
geschickt und man konnte förmlich hören, dass die Jungs Feuer in den Augen haben. Der Sound klang sehr fresh und ich
hab den Vorschlag gemacht einen Track zusammen zu starten. Zufälligerweise hatte ich an dem Tag einen Track
angefangen und musste nur noch die Spuren rüberschicken. So entstand die Kollaboration "Payback", die auf Trust in
Music Ende des Jahres erscheinen wird.
Rregula: Ich glaube, dass ich manchmal einfach mehr an eine Idee für einen Tune glaube, wenn ich mit andern Leuten
wie Dementia zusammenarbeite. Wenn ich alleine Tracks produzieren, dann bin ich meist sehr wählerisch und verwerfe
eine Menge Ideen wieder. Kollaborationen können auch neue Perspektiven eröffnen, die man vielleicht andernfalls nicht
wahrgenommen hätte.



Worauf legt ihr bei Kollaborationen besonderen Wert?
Dementia: Es muss menschlich funktionieren. Auch wenn man die Menschen meist nicht sieht merkt man schnell was
man für einen Menschen auf der anderen Seite hat. Wenn mir jemand unsympatisch ist wird nie eine Zusammenarbeit
entstehen können. Musikalisch gesehen lege ich Wert drauf beim Mixdown dabei zu sein oder den Mix zu machen, was
mein Lieblingsbereich beim Produzieren ist.
Rregula: Genau das denke ich auch.


Video: DEMENTIA & RrEGULA - FORTRESS vs J5 - W.O.E
http://www.youtube.com/watch?v=Sn1GGqpHhkE

Sind zukünftig auch mal reine Dementia-Solo-Tunes geplant?
Dementia: Ich hatte ca. 5 Solo Tracks fertig und gerade ist einer davon erschienen. Aus dem Rest sind wieder
Kollaborationen mit Rregula, Triage & SPL, Nme Click und Misha geworden. Das Ding ist halt, dass ich die Arbeit von den
Leuten sehr schätze und ich mich freue meine Ideen mit ihren zu teilen. Klar wird es auch mal wieder einen Solo-Track
geben, aber derzeit ist die Hauptzeit dafür in meinen Electro Projekten „The City of Dogs“ und „Schluck den Druck"
verankert.

Und du Rregula, hast du jemals dran gedacht, mal einen eigenen Drum'n'Bass-Liveact zu starten?
Rregula: Naja, ich war ja über Jahre Gitarrist in einen Australischen Band, deshalb habe ich es eigentlich satt, ständig die
Instrumente und Ausrüstung herumzutragen und aufzubauen. Ich liebe es eine Party nur mit Platten zu rocken und
außerdem ist Auflegen doch viel einfacher. Aber mal sehen was die Zukunft bereit hält.

Was wird eigentlich mit den berüchtigten Teasern in den Dementia-Sets bezweckt?
Dementia: (Lacht) "Berüchtigt!" Ich versuche über den Tellerrand hinauszuschaun und auch Leute für Drum'n'Bass zu
begeistern, die normalerweise nichts mit der Musik zu tun haben. Die Teaser bestehen zum Teil aus Klassikern wie The
Nine oder aus Dance- und Pop-Tracks wie zum Beispiel Michael Jackson. Durch die Teaser schaff ich eine Interaktion mit
allen Zuhörern, sowohl mit den Drum'n'Bass-Heads als auch den Newbies. Die Teaser sind mittlerweile ein Markenzeichen
geworden und es werden noch viele neue hinzukommen.

Sound-Clip: rregula + dementia trippin balls (dsci4 recordings)


Dementia, hatte dein Umzug von Hannover nach Wien auch musikalische Gründe?
Dementia: Nicht direkt. Wien ist eine großartige Stadt und man fühlt, dass ein Drum'n'Bass-Herz in dieser Stadt schlägt.
Jeden Monat gibt es erstklassige Acts zu hören und die nationalen Producer sind sehr gut in dem was sie machen, zum
Beispiel Body & Soul oder D-Kay & Rawfull, um nur einige zu nennen.

Und du, Rregula, hast du jemals an einen Umzug nach Europa gedacht, um näher bei deinen
Produktionspartnern zu sein?
Rregula: (Lacht laut!) Ja klar, manchmal! Ich habe ein sehr enges Verhältnis zu meinen Freunden hier in Deutschland, aber ich
spreche eben kein Deutsch und außerdem ist mein Leben in Perth sehr angenehm. Sollte das Internet irgendwann einmal
kollabieren, dann ziehe ich definitiv zu euch.

Wo siehst du die größten Unterschiede zwischen der Drum'n'Bass-Szene in Deutschland und in Australien?
Rregula: (Überlegt) Hmmm, unsere Jugendkulturen ähneln sich doch sehr stark. Aber eins muss ich gestehen, ihr
Deutschen feiert eindeutig heftiger. Bei uns enden Partys etwa zwischen 5 und 6 Uhr am Morgen, bei euch geht es ja
gern mal bis um 10 Uhr. Danach will ich nur noch ins Bett und bin völlig zerstört! (Lacht)

Und im Vergleich zu Österreich?
Dementia: Der größte Unterschied ist für mich, dass Deutschland einen eigenen Neurofunk-Sound entwickelt hat. Leute
wie Phace, Misanthrop oder auch "Newcomer" Proktah haben Neurofunk verinnerlicht und sind meineserachtens
unkopierbar. Vielleicht liegt es auch an der Geschichte: Deutschland steht in meinen Augen für qualitativen Techno und
die Jungs übertragen den Vibe auf den Drum'n'Bass-Beat. Die Stärke der österreichischen Drum'n'Bass-Szene ist definitiv
das facettenreiche Produzieren. Österreicher sind klare Allrounder.

Danke für eure Zeit.

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angemeldet seit: 29.02.2004
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Beitrag Verfasst am: 09.11.09 04:32   » zitieren  

Titel: -  
thamash...good stuff!!!


angemeldet seit: 07.10.2003
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aus: Obersalzberg


Beitrag Verfasst am: 09.11.09 17:51   » zitieren  

Titel: -  
eh crl, dir hat wohl die
2. hälfte des interviews ni
gefallen oder wieso is die
zensiert?!


Mett-Meister's Schweine-Nougat ist das Geilste!
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angemeldet seit: 18.04.2003
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aus: drsdn


Beitrag Verfasst am: 09.11.09 18:07   » zitieren  

Titel: -  
thamash hat Folgendes geschrieben:
eh crl, dir hat wohl die
2. hälfte des interviews ni
gefallen oder wieso is die
zensiert?!


 


ist jetzt drin, sorry.

ab sofort doubled-town shirts verfügbar!

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Beitrag Verfasst am: 09.11.09 19:27   » zitieren  

Titel: -  
hehe und ich hatte mich schon gewundert, warum das interview auf einmal so abgewürgt wurde
ist echt ein gutes interview geworden!

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Beitrag Verfasst am: 10.11.09 01:01   » zitieren  

Titel: -  
gibts das auch irgendwo als mp3, thamash fürs tapedeck wäre klasse

Mal bist du der Baum, mal bist du der Hund.

angemeldet seit: 07.10.2003
Beiträge: 2725
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Beitrag Verfasst am: 10.11.09 10:30   » zitieren  

Titel: -  
nö, aber du kannst dir die alten
spur1-shows von 2004/05 mit
mir als co-moderator reinziehn,
wenn dir da einer abgeht..


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Beitrag Verfasst am: 11.11.09 01:34   » zitieren  

Titel: -  
eigentlich ist der rouven ja nur wegen mir nach wien gekommen....

 
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